Aujeszkysche Krankheit: Hunde und Hausschweine schützen

Für Menschen ungefährlich, für Hunde, einige andere Fleischfresser und für Rinder tödlich: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat bei einem Jagdhund die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Das Tier wurde zuvor bei zwei Jagden im Hunsrück (Kreis Bernkastel-Wittlich) eingesetzt und hatte dabei Kontakt zu Wildschweinen.

Schweine sind das Hauptreservoir des Erregers der Aujeszkyschen Krankheit. Dank intensiver Bemühungen ist es bereits vor Jahren gelungen, die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland zu tilgen, bei Wildschweinen tritt sie jedoch vereinzelt noch auf. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht bekannt, es kommt aber gelegentlich vor, dass sich Jagdhunde bei Wildschweinen infizieren. In Rheinland-Pfalz hatte sich zuletzt vor einem Jahr ein Hund bei einer Jagd im Hunsrück infiziert.

Für Hunde verläuft eine Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit immer tödlich. Das auffälligste Symptom bei infizierten Tieren ist zumeist der intensive Juckreiz an Stirn, Lippen, Wangen, Augen und Ohren. Die Symptome treten nach einer Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen auf. Mit fortschreitender Erkrankung können Apathie, Fieber Schluckbeschwerden, Atemnot, Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen hinzukommen. Der Tod tritt gewöhnlich ein bis drei Tage nach Einsetzen der ersten klinischen Anzeichen ein. Eine Impfung gegen die Aujeszkysche Krankheit gibt es für Hunde nicht.

Hauptinfektionsquelle für Hunde ist der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen oder die Verfütterung von rohem Schweinefleisch. Bisskontakt bei der Jagd ist zwar nicht immer zu vermeiden, doch sollten Jäger ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

Bei Hausschweinen in Freilandhaltung muss unter anderem sichergestellt sein, dass kein direkter oder indirekter Kontakt zu Wildschweinen möglich ist. Sollte das Virus in einen Bestand eingeschleppt werden, drohen massive wirtschaftliche Schäden.

Weitere Informationen für Jäger gibt es in einem Merkblatt, das hier heruntergeladen werden kann.

Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz 21.12.2016

Allerhöchste Vorsicht ist bei Walnuss- (Juglans regia) und Schwarznussbäumen (Juglans nigra) geboten!

Die Fruchtschalen der beiden Bäume können von einem toxinbildenen Pilz befallen sein. Dieser Pilz (Penicillium crustosum) mit dem Wirkstoff Roquefortin C (vergleichbar mit Strychnin) kann bei der Einnahme der Fruchtschale – bedingt durch seine stark neurotoxische Wirkung – bei Hunden zum Tod führen!
Die Symptome sind: Erbrechen, epileptiforme Anfälle, Zittern und tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschliessend symmetrische Zuckungen).

Leider gibt es nur sehr spärlich Literatur zu diesem Thema. Für Interessierte hilft die Website http://www.pubmed.gov/ (englisch) ein klein wenig weiter. Mit dem Suchterm “tremorgenic in dogs” erscheinen sieben Artikel.

Wir trauern um zwei unserer Schlittenhunde, welche am letzten Wochenende mit Fruchtschalen eines befallenen Walnussbaumes gespielt haben. Für die Beiden kam jede Rettung zu spät. Leider ist dieser Pilzbefall äusserlich nicht sichtbar.”
Quelle:
http://www.siberian-husky-schweiz.ch/includes/walnuss.pdf

Informationen aus dem aktuellen Newsletter von VDH vom 1. April 2016

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Das Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung (Leitung: Prof. Dr. Ottmar Distl) der Tierärztliche Hochschule Hannover forscht aktiv auf dem Gebiet der Hundegesundheit. Mit den Forschungsergebnissen will das Institut die Zucht von gesunden und langlebigen Hunden voranbringen.

Daher sammelt  das Institut Proben aller Rassen mit oder ohne Erkrankung, denn auch gesunde Hund können einen wichtigen Anteil im Forschungsvorhaben einnehmen. Proben werden generell anonym behandelt, so dass keine Rückschlüsse auf den Besitzer gemacht werden können.

Für eine nachhaltige Forschung ist die Tierärztliche Hochschule Hannover auf die Unterstützung von jedem einzelnen Hundehalter, Hundezüchter und Tierarzt angewiesen.

Bitte informieren Sie sich über die Forschungsprojekte u.a.

Hüftgelenkdysplasie (HD), die erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenkes, die in vielen Hunderassen auftritt.

Hüftgelenkdysplasie

Progressive Retinaatrophie (PRA) Unter der Progressiven Retinaatrophie (PRA) wird eine Gruppe von Erkrankungen der Augen zusammengefasst, die durch fortschreitende, degenerative oder dysplastische Veränderungen in der Netzhaut (Retina)hervorgerufen werden.

Progressive Retinaatrophie (PRA)

Idiopathische Epilepsie  Von Epilepsie spricht man bei mehrmaligem Auftreten von Krampfanfällen. Da diese durch diverse Ursachen verursacht werden können, unterscheidet man zwischen symptomatischer und ideopathischer Epilepsie.

Epilepsie

Tierseuchen
Aujeszkysche Krankheit im Hunsrück nachgewiesen: Hunde und Hausschweine schützen

Für Menschen ungefährlich, für Hunde, einige andere Fleischfresser und für Rinder tödlich: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat bei einem Jagdhund die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Das Tier wurde zuvor bei einer Jagd im Hunsrück (Kreis Bernkastel-Wittlich) eingesetzt und hatte dabei Bisskontakt zu einem Wildschwein.

Schweine sind das Hauptreservoir des Erregers der Aujeszkyschen Krankheit. Dank intensiver Bemühungen ist es bereits vor Jahren gelungen, die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland zu tilgen, bei Wildschweinen tritt sie jedoch vereinzelt noch auf. Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht bekannt, es kommt aber gelegentlich vor, dass sich Jagdhunde bei Wildschweinen infizieren. In Rheinland-Pfalz wurde das Virus zuletzt 2009 bei einem Jagdhund im Vulkaneifelkreis nachgewiesen.

Für Hunde verläuft eine Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit immer tödlich. Das auffälligste Symptom bei infizierten Tieren ist zumeist der intensive Juckreiz an Stirn, Lippen, Wangen, Augen und Ohren. Die Symptome treten nach einer Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen auf. Mit fortschreitender Erkrankung können Apathie, Fieber Schluckbeschwerden, Atemnot, Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen hinzukommen. Der Tod tritt gewöhnlich ein bis drei Tage nach Einsetzen der ersten klinischen Anzeichen ein. Eine Impfung gegen die Aujeszkysche Krankheit gibt es für Hunde nicht.

Hauptinfektionsquelle für Hunde ist der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen oder die Verfütterung von rohem Schweinefleisch. Bisskontakt bei der Jagd ist zwar nicht immer zu vermeiden, doch sollten Jäger ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

Bei Hausschweinen in Freilandhaltung muss unter anderem sichergestellt sein, dass kein direkter oder indirekter Kontakt zu Wildschweinen möglich ist. Sollte das Virus in einen Bestand eingeschleppt werden, drohen massive wirtschaftliche Schäden.

Fragen und Antworten zur Aujeszkyschen Krankheit (pdf)

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